Die Sojabohnen-Futures in Chicago haben den Freitag mit soliden Gewinnen beendet. Der Mai-Kontrakt legte um 5,75 US-Cent zu auf 1187,75 US-Cent/bushel, während der November-Termin um 9,75 US-Cent anzog und bei 1182,75 US-Cent/bushel schloss. Schrot schloss 0,40 US-$ höher bei 319,30 US-$/short ton für den Juli.
Aus Marktsicht kommt Unterstützung vor allem aus der Verarbeitung. Die Sojabohnenvermahlung erreichte im März 227,36 Mio. Bushel und lag damit klar über dem Vormonat sowie deutlich über dem Vorjahr. Das signalisiert eine robuste Nachfrage im Inland und wirkt preisstützend. Auch Sojaöl zeigte sich fest, was zusätzliche Impulse lieferte.
Gleichzeitig bleibt der Exportsektor ein Bremsklotz. Mit 38,776 Mio. t liegen die US-Exportverpflichtungen spürbar unter dem Vorjahresniveau und hinken auch dem üblichen Tempo hinterher. Das begrenzt aus Händlersicht das Aufwärtspotenzial.
International gerieten die Pflanzenölmärkte unter Druck. In Winnipeg fiel der Canola-Juli-Kontrakt um 7,50 Can-$ auf 756,30 Can-$/t, belastet durch Gewinnmitnahmen, einen festeren kanadischen Dollar und schwächere Rohölpreise. Auch in Paris zeigte sich Raps schwächer, der August-Termin gab um 0,75 € auf 520,75 €/t nach. Die kanadischen Exporte legten zuletzt zwar deutlich zu, bleiben saisonal jedoch hinter dem Vorjahr zurück und setzen damit keinen nachhaltigen bullischen Impuls.