Der US-Sojabohnenmarkt schloss zum Wochenauftakt mit Verlusten. In Chicago gab der März-Kontrakt um 4,50 US-Cent nach und notierte bei 1.110,75 US-Cent/bushel. Auch der Mai-Termin verlor 3,75 US-Cent und endete bei 1.125,00 US-Cent/bushel. Schrot gab für den März um 5,80 US-$ auf 297,80 US-$/short ton nach.
Fundamental blieb das Bild gemischt. Das USDA meldete am Montagmorgen einen privaten Exportverkauf über 264.000 t Sojabohnen an China, was kurzfristig stützend wirkte. Die wöchentlichen Exportverschiffungen beliefen sich jedoch nur auf 1,136 Mio t und lagen damit 13,8 Prozent unter der Vorwoche sowie 3,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. China dominierte mit 747.198 t, während Mexiko und Deutschland deutlich kleinere Mengen abnahmen. Seit Beginn des Vermarktungsjahres summieren sich die Exporte auf 23,14 Mio t und liegen weiterhin markante 34,4 Prozent unter dem Vorjahr, was aus Händlersicht klar belastend bleibt.
Der Blick richtet sich nun auf den WASDE-Bericht. Händler erwarten für die USA weitgehend stabile Endbestände, während höhere Ernteprognosen für Brasilien das globale Angebot tendenziell ausweiten könnten. Das begrenzt vorerst das Aufwärtspotenzial.
Canola in Winnipeg schloss fester und gewann um 4,90 Can-$ auf 665,70 Can-$/t. Der feste Rohölmarkt lieferte zusätzliche Unterstützung für Pflanzenöle. Raps konnte für den Mai an der Euronext 1,50 € auf 489,25 €/t zulegen.