Die Sojabohnenfutures konnten am Donnerstag ihre Aufwärtsbewegung deutlich ausbauen. In Chicago zog der März Kontrakt um 20,00 US-Cent an und schloss bei 1112,25 US-Cent/bushel. Der Mai Termin gewann 21,25 US-Cent auf 1126,00 US-Cent/bushel. Auch die neuen Erntekontrakte legten zu, blieben aber hinter dem Frontmonat zurück. Gestützt wurde der Markt vor allem durch feste Sojaschrotpreise. Der März legte um 7,00 US-$ auf 303,20 US-$/short ton zu. Aus Händlersicht verlieh zudem die politische Fantasie zusätzliche Unterstützung, nachdem Präsident Trump angekündigt hatte, die chinesischen Sojabohnen Zusagen für die laufende Saison auf 20 Mio. t ausweiten zu wollen, nach zuvor genannten 12 Mio. t.
Die Exportseite lieferte hingegen nur begrenzte bullische Argumente. Laut USDA wurden in der Woche zum 29. Januar lediglich 436.949 t Sojabohnen verkauft. Das bedeutete ein Minus von rund 47 Prozent zur Vorwoche, lag jedoch gut 32 Prozent über dem Vorjahreswert. China trat mit 233.000 t als größter Käufer auf, gefolgt von Ägypten mit 104.700 t und Mexiko mit 81.000 t. Die Schrotverkäufe beliefen sich auf 380.335 t und lagen damit im Rahmen der Markterwartungen, während Sojaöl schwach blieb.
Der internationale Ölsaatenkomplex zeigte sich ebenfalls fester. An der ICE in Winnipeg legte der März-Kontrakt um 3,90 Can-$ zu und schloss bei 662,50 Can-$/t. In Paris konnte auch Raps zulegen. An der Euronext gewann der meistgehandelte Mai-Termin 3,00 € und schloss bei 485,75 €/t, was die positive Stimmung im gesamten Ölsaatensektor unterstrich.