Der Sojabohnenmarkt legte am Mittwoch kräftig zu. In Chicago sprang der März Kontrakt um 26,50 US-Cent nach oben und schloss bei 1092,25 US-Cent/bushel. Auch der Mai Termin zeigte deutliche Stärke. Er gewann 27,50 US-Cent und erreichte 1104,75 US-Cent/bushel. Aus Händlersicht war die Rally klar politisch getrieben und von aggressiven Anschlusskäufen geprägt. Auch Schrot gewann für den ärz 4,30 US-$ auf 296,20 US-$/short ton.
Auslöser war ein Telefonat zwischen US-Präsident Trump und Chinas Präsident Xi. Laut einer Stellungnahme Trumps strebt die US-Seite an, die chinesischen Sojabohnenzusagen für die laufende Saison auf 20 Mio. t anzuheben, nachdem zuvor von 12 Mio. t die Rede war. Diese Perspektive sorgte für eine spürbare Stimmungswende.
Der Blick richtet sich nun auf die Exportverkäufe des USDA am heutigen Donnerstag. Händler erwarten Sojabohnenverkäufe zwischen 0,4 und 1,6 Mio. t für die Berichtswoche. Bei Sojaschrot werden 250.000 bis 500.000 t erwartet, während Sojaöl nur geringe Umsätze liefern dürfte. Die Zahlen gelten als wichtiger Test für die Nachhaltigkeit der Rally.
International zog der Ölsaatenmarkt ebenfalls an. In Winnipeg kletterte der Canola März an der ICE um 9,80 Can-$ auf 659,10 Can-$/t. In Paris setzte sich der Aufwärtstrend fort. Der meistgehandelte Mai Termin für Raps gewann 5,25 € auf 482,75 €/t.