Die US Sojabohnenfutures haben zum Wochenende deutlich zugelegt. In Chicago legten Sojabohnen für den Mai um 21,50 US-Cent zu und schlossen bei 1200,75 US-Cent/bushel. Auch der Juli Termin zog kräftig an und gewann über 20 US-Cent. Schrot legte für den Mai um 7,90 US-$ auf 317,20 US-$/short ton zu.
Vor allem die Pflanzenölmärkte sorgten für zusätzlichen Auftrieb. Sojaöl verteuerte sich in den Frontmonaten deutlich und profitierte ebenso wie andere Ölsaaten vom starken Energiemarkt. Der kräftige Anstieg der Rohölpreise um 10,22 Dollar je Barrel treibt die Risikoprämie im gesamten Komplex nach oben und sorgt aus Händlersicht für bullische Impulse.
Das Exportgeschäft liefert dagegen gemischte Signale. Die gesamten US Exportverpflichtungen erreichen aktuell 36,034 Mio. t. Damit sind erst 84 Prozent der vom USDA erwarteten Exporte verkauft. Das liegt deutlich hinter dem üblichen Verkaufstempo von 92 Prozent zurück. Auch bei den Verschiffungen bleibt der Rückstand bestehen. Laut Daten des Foreign Agricultural Service summieren sich die bisherigen Ausfuhren auf 26,154 Mio. t. Das entspricht 61 Prozent der USDA Prognose und liegt damit klar unter dem langjährigen Durchschnitt von 78 Prozent zu diesem Zeitpunkt der Saison.
Von den steigenden Rohölpreisen profitierte auch Canola in Kanada. Der Mai-Kontrakt an der ICE in Winnipeg legte um 10,90 Can-$ auf 730,80 Can-$/t zu. Händler verweisen auf stark steigende Düngemittelpreise infolge des Iran-Kriegs, die Landwirte dazu bewegen könnten, kurzfristig auf weniger inputintensive Kulturen auszuweichen. Gleichzeitig bleibt die Exportdynamik gedämpft. Kanadas Canola-Ausfuhren summieren sich in der laufenden Saison bis zum 1. März auf 4,5 Mio. t und liegen damit deutlich unter den 6,1 Mio. t des Vorjahreszeitpunkts. Auch in Europa zeigt sich der Markt fest. An der Euronext in Paris stieg der Raps für Mai um 6,25 € auf 509,25 €/t und setzte damit seinen Aufwärtstrend fort. Händler verweisen auch hier auf die feste Stimmung im globalen Pflanzenölmarkt. Aktuell hat der Preis für Rohöl erneut deutlich angezogen, da am Wochenende eine großangelegte Offensive auf Infrastruktur des Irans stattgefunden hat. Ersten Berichten zu Folge sind die USA unzufrieden mit dem Vorgehen Israels und wollen weitere Angriffe auf die Öl-Infrastruktur vermeiden. Die Unstimmigkeiten sorgen für Nervosität und stark steigende Preise.