Die Sojanotierungen gerieten zum Wochenschluss unter Druck. Der Juli-Kontrakt an der CBoT schloss mit einem Minus von 2,5 Cent bei 1022,75 US-Cent je bushel. Auch andere Terminkontrakte wie der August- und November-Termin verzeichneten Verluste zwischen 1,75 und 2,0 Cent. Maßgeblich belastet wurde der Markt durch einen spürbaren Rückgang bei Sojaschrot. Die Futures gaben weiter nach und markierten dabei Mehrjahrestiefs – der Frontmonat erreichte das niedrigste Preisniveau seit 2016.
Demgegenüber konnte sich der Sojaölmarkt leicht behaupten: Die Notierungen stiegen um 56 bis 69 Punkte. Stützend wirkten auch neue Exportmeldungen: Das USDA bestätigte den Verkauf von 110.000 t Sojabohnen an Ägypten zur Lieferung im Wirtschaftsjahr 2024/25. Die wöchentlichen US-Exportverkäufe summierten sich auf 402.931 t für die alte Ernte – ein Rückgang zur Vorwoche, aber 42,4 % über dem Vorjahreswert. Für die neue Ernte wurden 156.153 t verkauft, darunter 57.200 t an Mexiko.
Neuigkeiten gab es auch aus dem Reich der Mitte, dass eine Abhängigkeit von den USA weiter reduzieren möchte. Futtermittelhersteller aus China orderten 30.000 Tonnen Sojamehl aus Argentinien testweise und halten sich weitere Käufe offen. Dieser Schritt ist für China ungewöhnlich, da sie in der Vergangenheit Importe von Sojamehl gemieden haben, um die eigene Industrie zu stützen.
Für Canola ging es für den November mit 3,10 Can-$ auf 711,50 Can-$ etwas bergab. Auch der Raps gab mit 2,25 € für den August an der Euronext etwas nach und lag zuletzt bei 447,00 €/t.