Die Sojabohnenmärkte gerieten zur Wochenmitte weiter unter Druck. Der Juli und der Novemberkontrakt verloren zwischen 18 und 21,5 US-Cent je bushel und schlossen bei 1025,25 US-Cent/bushel bzw. 1018,5 US-Cent/bushel. Die Schwäche zog sich durch den gesamten Sojakomplex: Sojaschrot verlor ebenfalls und Sojaöl notierte um 22 bis 35 Punkte schwächer.
Hauptursache der Verluste waren wetterbedingte Belastungen: Die Wetterprognosen zeigten keine bedrohlichen Entwicklungen für die US-Anbaugebiete, mit teils üppigen erwarteten Regenmengen über weiten Teilen des Anbaugebiets – von den Northern Plains bis zum Eastern Corn Belt.
Am heutigen Donnerstag werden die wöchentlichen US-Exportdaten erwartet. Analysten rechnen mit Exportverkäufen von 200.000 bis 600.000 Tonnen für das laufende Wirtschaftsjahr. Für neue Ernten wird mit bis zu 150.000 Tonnen gerechnet. Beim Sojaschrot erwartet der Markt Verkäufe zwischen 100.000 und 650.000 Tonnen.
Die Meldung aus Brasilien, die eine überraschende Erhöhung der Beimischquote beim Diesel und beim Ethanol mit sich brachte, konnte den Markt nicht stützen. Besser sah es hingegen an der Intercontinental Exchange in Winnipeg aus. Canola legte für den November mit 8,40 Can-$ zu und lag zuletzt bei 714,60 Can-$/t. Der Raps verlor an der Euronext jedoch ebenfalls wieder und büßte für den August 5,50 € ein, was ihn zum Schluss bei 479,25 €/t notieren ließ.