In Chicago lag die Sojabohne mit plus 3,50 US-Cent für Mai bei 1.167,25 US-Cent/bushel. Der Juli-Kontrakt gewann 2,50 US-Cent auf 1.183,00 US-Cent/bushel. Der Markt konnte sich zum Wochenschluss befestigen, auch wenn die Wochenbilanz schwächer ausfiel. Schrot hingegen verlor für den Mai um 0,90 US-$ auf 331,80 US-$/short ton.
Aus Händlersicht bleibt die Nachfrage der entscheidende Bremsklotz. Die Exportverpflichtungen liegen mit 38,15 Mio. t um 18 Prozent unter Vorjahr und erreichen lediglich 91 Prozent des USDA-Ziels. Auch die Verschiffungen hinken mit 31,33 Mio. t und 75 Prozent des Solls dem üblichen Tempo hinterher. Das wirkt bärisch, auch wenn zuletzt eine leichte Belebung sichtbar ist.
Zusätzlicher Druck kommt vom Ölkomplex. Der kräftige Rückgang der Rohölpreise belastete insbesondere Sojaöl, das in den Frontmonaten deutlich nachgab. Parallel reduzierten Fonds ihre Netto-Long-Positionen in Sojabohnen spürbar, was die Aufwärtsdynamik begrenzt.
International verstärken Canola und Raps den negativen Ton. In Winnipeg brach der Juli-Kontrakt um 12,30 Can-$ auf 712,00 Can-$/t ein. Auch in Paris geriet Raps stark unter Druck, der August verlor 14,00 € auf 488,00 €/t. Die kanadische Ernteprognose bleibt mit 19,2 Mio. t stabil, während die Exporte mit 5,9 Mio. t deutlich hinter dem Vorjahr zurückliegen. Insgesamt bleibt der Ölsaatenkomplex damit anfällig, auch wenn sich die Sojabohnenpreise kurzfristig stabilisieren konnten. Für Aufmerksamkeit auf internationaler Bühne sorgte die Ankündigung des Irans, dass die Straße von Hormus vollständig geöffnet sei. Zur aktuellen Stunde ruft der Iran allerdings wieder nach Vergeltung, da sie den USA vorwerfen, ein Containerschiff angegriffen zu haben, was die Straße von Hormus passieren wollte.