Der Sojabohnenmarkt beendete den Januar mit Verlusten. In Chicago lag der Märzkontrakt mit minus 8,00 US-Cent bei 1064,25 US-Cent/bushel. Der Mai verlor 8,75 US-Cent und schloss bei 1077,00 US-Cent/bushel. Der Juli tendierte ebenfalls schwächer und bestätigte das insgesamt bärische Bild zum Wochenausklang. Auch Schrot verlor um 2,10 US-$ auf 293,60 US-$/short ton für den März.
Aus Händlersicht blieb vor allem die Nachfrageseite der Bremsklotz. Die US Exportverkäufe summieren sich per 22. Januar auf 33,85 Mio t und liegen damit 20 Prozent unter dem Vorjahr. Gleichzeitig sind erst 79 Prozent der USDA Exportprognose verkauft, während der langjährige Durchschnitt zu diesem Zeitpunkt bei 87 Prozent liegt. Dieses schleppende Verkaufstempo lastet spürbar auf dem Markt. Zusätzliche Zurückhaltung kommt vom bevorstehenden USDA Crush Report, bei dem für Dezember eine Verarbeitung von 230,4 Mio bushel erwartet wird.
International liefert Südamerika gemischte Signale. In Argentinien bewertet die Börse in Buenos Aires 47 Prozent der Sojabestände als gut bis sehr gut. Das liegt klar über dem Vorjahresniveau und wirkt aus Marktsicht eher bärisch, auch wenn der Wert unter dem Stand des Vorjahres liegt.
Auch andere Ölsaaten zeigten Schwäche. In Winnipeg kam Canola kaum vom Fleck, der Märzkontrakt verlor 0,70 Can-$ und schloss bei 648,00 Can-$/t. An der Euronext in Paris gab Raps nach, der Februartermin fiel um 5,25 € auf 472,75 €/t.