Die Sojakurse setzten ihre Verluste am Montag fort. In Chicago fiel der März-Termin um 13,50 US-Cent auf 1.049,00 US-Cent/bushel, der Mai schloss bei 1.061,75 US-Cent/bushel und verlor 12,75 US-Cent. Der Frontmonat Januar gab mit minus 15,50 US-Cent besonders stark nach. Grund war vor allem ein deutlicher Anstieg der US-Endbestände, wie aus dem WASDE-Bericht hervorgeht. Auch Schrot gab um 5,40 US-$ auf 298,30 US-$/short ton nach.
Zwar blieb der durchschnittliche Ertrag bei 53 bushel/acre, doch leicht höhere Ernteflächen führten zu einer Produktionsanhebung auf 4,262 Mrd. bushel. Gleichzeitig senkte das USDA die Exporterwartung um 60 Mio. bushel, wodurch die Endbestände um insgesamt 60 Mio. bushel auf 350 Mio. bushel stiegen. Die Lager per 1. Dezember lagen mit 3,29 Mrd. bushel zudem über den Analystenschätzungen und 190 Mio. bushel höher als im Vorjahr.
International sorgte eine Anhebung der brasilianischen Ernteschätzung um 3 Mio. t auf 178 Mio. t für weiteren Druck. AgRural meldete bis Donnerstag eine erste Erntefortschritt von 0,6 Prozent.
Auch im Ölkomplex setzte sich die Schwäche fort: In Winnipeg verlor Canola im März 2,90 Can-$ auf 620,80 Can-$/t. Zwar stiegen die kanadischen Exporte zuletzt auf 147.800 t, bleiben aber mit bislang 2,8 Mio. t klar unter dem Vorjahresniveau von 4,7 Mio. t. In Paris gab der Rapskontrakt Februar nach der jüngsten Rally um 2,75 € nach und schloss bei 468,25 €/t.