Die US-Sojabohnen konnten ihre Aufschläge zur Wochenmitte verteidigen. In Chicago stiegen die Bohnen im März um 1,50 US-Cent auf 1.124,00 US-Cent/bushel. Der Mai-Kontrakt legte um 2,00 US-Cent zu und schloss bei 1.139,50 US-Cent/bushel. Die übrigen Termine notierten ebenfalls fester. Während Sojaschrot für den März mit 2,20 US-$ auf 303,00 US-$/short ton deutlich zulegte, geriet Sojaöl unter Druck.
Am Markt richtet sich der Blick nun auf die anstehenden USDA-Exportzahlen. Für die Woche bis zum 5. Februar erwarten Händler alte Ernteverkäufe zwischen 0,3 und 1,1 Mio. t. Für 2026/27 werden bis zu 100.000 t taxiert. Beim Schrot rechnet der Handel mit 200.000 bis 450.000 t, beim Öl reicht die Spanne von Netto-Stornierungen bis zu 16.000 t Verkäufen. Entsprechend hoch ist die Nervosität, denn robuste Zahlen würden die jüngste Stabilisierung untermauern.
Aus Südamerika kommen gemischte Vorgaben. Die Getreidebörse in Rosario hob ihre Prognose für die argentinische Sojabohnenernte auf 48 Mio. t an und damit um 1 Mio. t. Das wirkt tendenziell bärisch. Neue Zahlen der brasilianischen CONAB werden kurzfristig erwartet.
Am Ölsaatenmarkt zeigte sich Canola in Winnipeg uneinheitlich, der März-Kontrakt fiel um 4,60 Can-$ auf 662,70 Can-$/t. Auch Raps an der Euronext gab nach und verlor im Mai 0,75 € auf 487,00 €/t.