Die US-Sojabörsen verzeichneten zur Wochenmitte leichte Aufschläge. Der März-Kontrakt schloss mit einem Plus von 3,75 US-Cent bei 1.042,50 US-Cent/bushel, der Mai zog um 3 US-Cent auf 1.055,00 US-Cent/bushel an. Der Januar, der am Mittwoch auslief, verteuerte sich zuletzt um 7,25 US-Cent auf 1.030,50 US-Cent/bushel. Rückenwind kam vor allem durch einen größeren US-Exportabschluss mit China: Das USDA bestätigte den Verkauf von 334.000 t Sojabohnen an den chinesischen Markt. Sojaschrot verlor für den März um 0,30 US-$ auf 291,90 US-$/short ton.
Zusätzlich stützten robuste chinesische Importzahlen das Umfeld. Im Dezember bezog China 8,04 Mio. t Sojabohnen, was ein Anstieg von 1,3 Prozent im Jahresvergleich darstellt. Die Marktteilnehmer richten ihren Blick nun auf die für den heutigen Donnerstag erwarteten Exportzahlen. Analysten rechnen mit Verkäufen zwischen 800.000 und 1,8 Mio. t. Daneben steht der monatliche NOPA-Crush-Bericht an, mit erwarteten 224,8 Mio. bushel verarbeiteter Bohnen im Dezember.
Im Gegensatz dazu gerieten die Rapsmärkte unter Druck. In Winnipeg verlor Canola für den März 4,50 Can-$ auf 628,30 Can-$/t. Neue Impulse blieben aus, stattdessen richtete sich der Blick auf den Staatsbesuch von Kanadas Premierminister Mark Carney in China. Ergebnisse dieses Treffens werden frühestens zum Wochenende erwartet.
Auch in Paris drehte der Markt: Der Februar-Raps an der Euronext fiel um 3,25 € auf 470,25 €/t und beendete damit vorerst seinen jüngsten Erholungskurs.