Die Sojabohnenfutures haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert und leicht nachgegeben. Der März-Kontrakt in Chicago verlor 0,50 US-Cent und schloss bei 1.147,75 US-Cent/bushel. Der Mai gab 1,50 US-Cent auf 1.163,50 US-Cent/bushel ab. Die späteren Termine notierten ebenfalls moderat schwächer. Schrot verlor für den Mai um 0,90 US-$ auf 320,90 US-$/short ton.
Belastend wirkte zunächst die Meldung, dass ein Treffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi offenbar stärker symbolischen Charakter haben könnte als konkrete Fortschritte im Handelsstreit zu liefern. Das dämpfte die Hoffnung auf zusätzliche Nachfrage aus China. Die wöchentlichen Exportverkäufe erreichten 407.086 t und lagen damit leicht unter Vorwoche sowie um 0,92 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ägypten führte mit 225.800 t vor Deutschland mit 127.000 t, während China lediglich 75.500 t buchte.
Für Bewegung sorgt zudem die US-Umweltbehörde EPA, die ihre Biokraftstoffvorgaben für 2026 zur Prüfung vorgelegt hat. Berichten zufolge sollen Teile bislang ausgesetzter Beimischungspflichten auf größere Raffinerien verlagert werden. Das stützt vor allem Sojaöl, während Sojaschrot im Rahmen der Erwartungen blieb.
International zeigte sich der Ölsaatenkomplex fester. Die Canola-Futures in Winnipeg legten im Mai um 1,60 Can-$ auf 693,00 Can-$/t zu. Auch der Raps an der Euronext in Paris schloss im Mai mit einem Plus von 1,25 € bei 484,25 €/t. Diese Stabilität begrenzte den Abgabedruck bei Soja.