Am US-Sojamarkt überwogen zur Wochenmitte die roten Vorzeichen. In Chicago verlor der März-Kontrakt 2,75 US-Cent und schloss bei 1.072,25 US-Cent/bushel. Der Mai folgte mit einem Minus von 2 US-Cent auf 1.085,75 US-Cent/bushel, während der Juli 1,25 US-Cent tiefer bei 1.099,75 US-Cent/bushel notierte. Sojaschrot verlor für den März 1,80 US-$ auf 296,00 US-$/short ton.
Belastet wurde der Markt von deutlich schwächeren US-Exportverkäufen: Für die Woche bis zum 22. Januar meldete das USDA nur 818.972 t, was einen Rückgang um zwei Drittel im Vergleich zur Vorwoche darstellt. Zwar lagen die Zahlen noch über dem Vorjahreswert, doch die Dynamik ließ nach. China war mit 233.500 t wichtigster Abnehmer, gefolgt von Ägypten (171.000 t) und Mexiko (70.700 t). Auch die offiziellen November-Exportdaten fielen enttäuschend aus: Mit 4,29 Mio. t lag das Monatsvolumen auf dem niedrigsten Stand seit 2007.
Stabiler präsentierten sich hingegen die Ölsaatenmärkte abseits der Bohne: In Winnipeg konnte Canola den Tag mit einem Plus von 1,50 Can-$ auf 648,70 Can-$/t beenden. An der Euronext in Paris zeigte sich der Rapsmarkt etwas schwächer. Der März verlor 0,25 Euro und schloss bei 478,00 €/t. Beide Märkte behaupteten sich damit relativ gut angesichts des insgesamt bärischen Umfelds.