Die Sojabohnen an der CBoT schlossen zur Wochenmitte leicht schwächer. Der Mai-Kontrakt verlor 1,00 US-Cent und notierte bei 1169,50 US-Cent/bushel. Der März gab um 1,25 US-Cent nach und lag damit bei 1154,50 US-Cent/bushel. Auch die späteren Termine tendierten leicht im Minus. Sojaschrot verlor um 4,80 US-$ für den Mai auf 309,90 US-$/short ton nach.
Am Markt richtet sich der Blick nun auf die wöchentlichen Exportzahlen des USDA. Für die Berichtswoche bis zum 26. Februar erwarten Händler laut Reuters Nettoneuverkäufe zwischen 0,3 und 1,0 Mio. t Sojabohnen. Für die neue Ernte wird bislang lediglich ein kleines Volumen von bis zu 100.000 t erwartet. Beim Sojaschrot rechnen Analysten mit Verkäufen zwischen 200.000 und 550.000 t. Beim Sojaöl reichen die Erwartungen von Netto-Stornierungen von 20.000 t bis zu Verkäufen von 26.000 t.
An den Terminmärkten entwickelten sich die Nebenprodukte unterschiedlich. Sojaschrot gab deutlich nach, während Sojaöl in den vorderen Terminen zulegen konnte.
International richtet sich der Blick auf Kanada. Die Canola Futures an der ICE in Winnipeg beendeten einen volatilen Handel im Plus. Der Mai Kontrakt stieg um 2,80 Can $ auf 709,40 Can $/t. Unterstützung kam aus Händlerkreisen durch einen Kompromiss im Handelsstreit mit China, der Hoffnungen auf stärkere Exporte weckt. Gleichzeitig erwarten Analysten für 2026 eine Ausweitung der Canola Fläche auf 22,3 Mio. Acres nach 21,5 Mio. Acres im Vorjahr. An der Euronext in Paris geriet Raps dagegen unter Druck. Der Mai Termin verlor 3,50 € und fiel auf 495,50 € je t. Zuletzt gab es internationale Gespräche darüber, wie eine sichere Passage durch die Straße von Hormus gewährleistet werden kann. Sollte das gelingen, würde sich der Ölpreis schnell wieder in gemäßigteren Bahnen bewegen. Noch ist allerdings unklar, wie sich die Lage vor Ort entwickelt. Entsprechend volatil reagieren auch die Preise am Markt für Pflanzenöle.