Die Sojabohnen-Futures konnten am Freitag Boden gutmachen: Der März-Termin schloss mit einem Plus von 4,75 US-Cent bei 1.057,75 US-Cent/bushel, reduzierte aber das Wochenminus nur leicht. Trotz fester Kurse bleibt die US-Exportlage schwach. Mit 30,64 Mio. t liegen die bisherigen Verpflichtungen 25 Prozent unter dem Vorjahr und hinken mit 71 Prozent deutlich hinter dem üblichen Vermarktungstempo her. Noch kritischer fällt die Bilanz bei den realen Verschiffungen aus: Mit 17,98 Mio. t wurden bislang nur 42 Prozent der USDA-Prognose erreicht. Sojaschrot konnte um 0,80 US.$ auf 290,00 US-$/short ton für den März zulegen.
Das Analystenhaus Safras hob seine brasilianische Ernteschätzung leicht auf 179,28 Mio. t, was den globalen Preisdruck eher verstärkt.
Freundlicher zeigten sich die Raps- und Canola-Märkte: In Winnipeg schloss Canola zur Lieferung März 5,10 Can-$ fester bei 639,50 Can-$/t. Hintergrund ist der angekündigte Zollkompromiss im chinesisch-kanadischen Agrarstreit. Ab März entfallen die Strafzölle auf Canola-Schrot, für Canola-Samen werden sie auf 15 Prozent gesenkt. Marktteilnehmer reagierten erleichtert, wenn auch verhalten optimistisch. Der schwache Exportverlauf bleibt jedoch ein Belastungsfaktor. Auch in Paris konnte sich Raps behaupten: Der Februar-Termin an der Euronext legte um 1,00 € auf 472,00 €/t zu.