Die Sojamärkte zeigten sich zum Wochenschluss deutlich fester. In Chicago kletterte der September-Kontrakt um 14,75 US-Cent auf 1.022,25 US-Cent/bushel. Der November zog ebenfalls kräftig an und lag mit einem Plus von 14,00 US-Cent bei 1.042,50 US-Cent/bushel. Auf Wochensicht verbuchte der Frontmonat ein sattes Plus von 54,50 US-Cent. Sojaschrot gab leicht nach und verlor 0,90 US-$ auf 283,40 US-$/short ton für den September.
Getrieben wurde die Rally vor allem vom NOPA-Crush-Report: Mit 195,7 Millionen Bushel verarbeiteten Sojabohnen meldeten die Verbandsmitglieder für Juli ein Allzeithoch. Das entspricht einem Anstieg von 7 Prozent im Jahresvergleich und übertraf sämtliche Erwartungen. Auch der Sojaölmarkt profitierte: Der September legte an der CBoT um 47 Punkte zu. Die Ölvorräte sanken im Vorjahresvergleich um fast 15 Prozent.
Trotz starker Inlandsnachfrage bleiben die Exportaussichten gedämpft. Die Gesamtverkäufe für das laufende Wirtschaftsjahr liegen mit 51,115 Millionen Tonnen exakt im Rahmen der USDA-Prognose, jedoch unter dem üblichen Durchschnitt von 103 Prozent. Die neue Ernte liegt mit 4,712 Millionen Tonnen 19,7 Prozent unter Vorjahresniveau. Vor allem wegen fehlender chinesischer Käufe bleibt es hier überschaubar.
Im Canola-Markt in Winnipeg zieht die Unsicherheit an: Der Novemberkontrakt konnte zwar um 6,40 Can-$ auf 660,90 Can-$/t zulegen, jedoch sorgen die neuen Spannungen mit China noch immer für Unsicherheit. In Paris gaben die Rapspreise hingegen leicht nach. Der November verlor 2,00 € auf 473,75 €/t.