Der US-Sojabohnenmarkt zeigte sich am Dienstag fester, getragen von deutlichen Gewinnen im Sojaöl. In Chicago legten die März-Sojabohnen um 5,50 US-Cent zu und schlossen bei 1065,75 US-Cent/bushel. Der Mai-Termin gewann 4,75 US-Cent und beendete den Handel bei 1077,25 US-Cent/bushel. Der Juli-Kontrakt tendierte ebenfalls freundlich. Sojaöl-Futures zogen um 102 bis 129 Punkte an, während Sojaschrot für den März um 2,60 US-$ auf 291,90 US-$/short ton nachgab.
Aus Händlersicht kam der entscheidende Impuls von politischer Seite. Das US-Finanzministerium veröffentlichte neue Leitlinien zum 45Z Clean Fuel Production Credit. Die zusätzliche Klarheit reduzierte Unsicherheit im Markt und verlieh Sojaöl einen Aufschwung, was sich unmittelbar stützend auf den Bohnenkomplex auswirkte.
Fundamental bestätigte der monatliche Fats & Oils Report des USDA eine robuste Verarbeitung. Im Dezember wurden 229,84 Mio. bushel Sojabohnen vermahlen. Das lag zwar unter den Markterwartungen, entsprach jedoch einem Plus von 4,24 Prozent gegenüber November und 5,59 Prozent im Jahresvergleich. Die EU meldete hingegen rückläufige Sojabohnenimporte von 7,29 Mio. t seit Juli, was die Nachfragefantasie dämpfte.
International sorgten Raps und Canola für Rückenwind. In Winnipeg gewann der März-Canola-Kontrakt 4,30 Can-$ auf 649,30 Can-$/t. An der Euronext in Paris legte der Mai-Raps um 3,75 € auf 477,50 €/t zu. Der kanadische Sektor wertet die neue 45Z-Leitlinie als potenziellen Türöffner für Canola im US-Biomarkt.