Die Sojabohnenfutures schlossen am Dienstag schwächer. Der Juli Kontrakt verlor 11,25 US-Cent und fiel auf 1211,50 US-Cent/bushel. Auch die neuen Erntetermine gaben nach. Sojaschrot tendierte leichter und gab für den Juli um 0,50 US-$ auf 320,40 US-$/short ton nach, während Sojaöl sich behaupten konnte.
Belastet wurde der Markt vor allem durch den schnellen Fortschritt der US Aussaat. Laut USDA waren bis Sonntag bereits 33 % der Flächen bestellt und damit deutlich mehr als die üblichen 23 % zu diesem Zeitpunkt. Zudem sind bereits 13 % der Bestände aufgelaufen und damit klar mehr als im langjährigen Mittel. Vor allem günstige Wetterbedingungen stützen die Feldarbeiten und wirken aus Händlersicht bärisch auf die Preisentwicklung.
Etwas Unterstützung lieferten die US Exportdaten. Im März verschifften die USA 3,949 Mio. t Sojabohnen und damit knapp 13 % mehr als im Vorjahr. Besonders dynamisch entwickelte sich der Export von Sojaschrot, der mit 1,882 Mio. t ein Rekordniveau für einen Märzmonat erreichte.
Auch der Canolamarkt geriet unter Druck. Der Juli Kontrakt an der ICE in Winnipeg verlor 1,50 Can-$ auf 757,30 Can-$/t. Händler bauten einen Teil der zuletzt eingepreisten Wetterrisiken ab. Der Raps an der Euronext in Paris gab ebenfalls nach. Der August verlor 2,50 € auf 525,50 €/t.