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03.26
08:39

Ölsaaten: Sojabohnen steigen, während Raps und Canola unter Druck geraten

Die US-Sojabohnen konnten am Dienstag zulegen. In Chicago gewann der Märzkontrakt 6,75 US-Cent und schloss bei 1187,25 US-Cent/bushel. Auch der Mai legte zu und notierte mit einem Plus von 5,50 US-Cent bei 1201,75 US-Cent/bushel. Schrot konnte ebenfalls um 1,00 US-$ auf 314,50 US-$/short ton für den gleichen Monat zulegen. 

Unterstützung kam vor allem von der Hoffnung auf neue Impulse im Handel mit China. Marktteilnehmer richten den Blick auf ein Treffen zwischen US Finanzminister Bessent und chinesischen Vertretern am Wochenende in Paris. Dieses gilt als Vorbereitung für ein mögliches Gespräch zwischen Donald Trump und Xi Jinping später im Monat. Diese Nachricht stützte den Markt derart, dass die nachgebenden Preise beim Rohöl keine großen Auswirkungen hatten. 

Der aktuelle WASDE Bericht lieferte dagegen kaum neue fundamentale Signale. Das USDA erhöhte die US-Sojabohnenimporte um 5 Mio. bushel, gleichzeitig wurde die Verarbeitung um denselben Betrag auf 2,575 Mrd. bushel angehoben. Die Endbestände blieben dadurch unverändert bei 350 Mio. bushel.

International blieb das Bild ebenfalls weitgehend stabil. Die brasilianische Ernteprognose wurde bei 180 Mio. t bestätigt. In Argentinien senkte das USDA die Produktion leicht um 0,5 Mio. t auf 48 Mio. t. Die globalen Endbestände für die laufende Saison wurden geringfügig auf 125,31 Mio. t reduziert.

Ein belastender Faktor kam dagegen aus dem Ölsaatenkomplex. In Kanada gerieten die Canola-Futures unter Druck. Der Mai verlor an der ICE in Winnipeg 6,30 Can-$ und fiel auf 720,10 Can-$/t, nachdem Gewinnmitnahmen und technische Verkäufe einsetzten. Auch in Europa schwächte sich der Markt ab. An der Euronext in Paris gab der Rapskontrakt für Mai um 13,00 € auf 501,00 €/t nach. Aktuell kommen gemischte Signale aus der Konfliktregion rund um den Iran. Zwar gaben die USA an Schiffe durch die Straße von Hormus eskortieren zu wollen, jedoch legen die Iraner aktuell Minen aus, die das Risiko einer Passage erhöhen sollen. Saudi-Arabien lastet die eigene Ost-West-Pipeline derzeit vollständig aus und schafft somit eine Alternative zum Transportkorridor durch die Straße von Hormus, was entlastend wirkt.

Quelle
VR AGRAR
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