Die US-Sojabohnen zeigten sich am Donnerstag mit wenig Bewegung und uneinheitlicher Tendenz. In Chicago notierte der März-Kontrakt mit einem minimalen Minus von 0,50 US-Cent bei 1.064,00 US-Cent/bushel. Der Mai konnte sich um 1,25 US-Cent auf 1.076,25 US-Cent/bushel verbessern, Juli gewann 1,75 US-Cent auf 1.089,00 US-Cent/bushel. Die Teilmärkte zeigten ein gemischtes Bild: Sojaschrot zog bis zu 4,80 US-$ auf 296,20 US-$/short ton für den März an, während Sojaöl um bis zu 23 Punkte nachgab.
Impulse kamen von einer Tagesmeldung des USDA über den Verkauf von 192.350 t Sojabohnen an unbekannte Ziele. Die wöchentlichen Exportzahlen werden am heutigen Freitag erwartet. Analysten rechnen mit US-Buchungen zwischen 1,5 und 3 Mio. t. Bereits gemeldete Tagesverkäufe summierten sich auf 1,403 Mio. t.
Brasilien bleibt mit starken Zahlen präsent. Der Verband ABIOVE hob seine Schätzung für die diesjährige Sojabohnenverarbeitung auf 61 Mio. t an, 2,5 Mio. t mehr als im Vorjahr. Die Exporte 2026 sollen auf 111,5 Mio. t steigen, was einem Zuwachs von 3,3 Mio. t entspricht. Die Ernteprognose liegt bei 177,12 Mio. t.
Am Canola-Markt in Winnipeg ging es nach der Rally leicht nach oben. Der März-Kontrakt legte 0,70 Can-$ auf 647,20 Can-$/t zu. Die neue Prognose der kanadischen Agrarbehörde sieht für 2026/27 einen Rückgang der Ernte auf 19,2 Mio. t. Auch die Endbestände dürften sinken. In Paris verlor Raps für den Februar 2,00 € auf 476,25 €/t.