Die US-Sojabohnen standen am Donnerstag unter leichtem Abgabedruck. In Chicago fiel der Juli-Kontrakt um 4,75 US-Cent auf 1174,75 US-Cent/bushel, während der November-Termin um 1,00 US-Cent auf 1155,00 US-Cent/bushel nachgab. Schrot konnte für den Juli leicht zulegen und gewann 0,20 US-$ auf 316,50 US-$/short ton.
Trotz schwächerer Kurse lieferten die Exportdaten eigentlich bullische Signale. Mit 364.633 t erreichten die Verkäufe der alten Ernte ein Vierwochenhoch und lagen deutlich über dem Vorjahresniveau. Ägypten und Japan führten die Käuferliste an. Die neue Ernte blieb mit lediglich 5.000 t jedoch kaum gefragt. Auch bei den Nebenprodukten zeigte sich ein gemischtes Bild: Sojaschrot blieb am unteren Rand der Erwartungen, während Sojaöl im Rahmen der Prognosen lag.
Fundamental bekommt der Markt Unterstützung durch die globale Bilanz. Der Internationale Getreiderat reduzierte die weltweite Produktion und erwartet gleichzeitig einen höheren Verbrauch. Die Endbestände sollen um 4 Mio. t auf 79 Mio. t sinken, was grundsätzlich preisstabilisierend wirkt.
Deutlich bullischer präsentiert sich dagegen der Ölsaatenkomplex außerhalb der USA. Canola in Winnipeg setzte seine Rally fort, der Mai-Kontrakt sprang um 4,30 Can-$ auf 725,40 Can-$/t. Auch Raps in Paris zog kräftig an, der August gewann 7,25 € auf 509,00 €/t.