Die Sojabohnenmärkte zeigten sich zum Wochenbeginn schwächer. Die Kurse an der CBOT gaben am Montag leicht nach: Der Juli-Termin fiel auf 997 USD/bushel, der neue Erntetermin im November schloss nahezu unverändert bei 1.007 USD/bushel. Der Markt reagierte auf schwächere Exportzahlen und stabile US-Bestände.
Laut USDA wurden in der Woche bis zum 10. Juli lediglich 147.045 Tonnen Sojabohnen exportiert – ein Rückgang von 63 % zur Vorwoche und rund 16 % unter dem Vorjahresniveau. Größter Abnehmer war Mexiko. Seit Beginn des Vermarktungsjahres summieren sich die US-Sojaexporte auf 46,4 Mio. Tonnen, was einem Plus von 10,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Fundamental zeigten sich die US-Bestände stabil. 70 % der Sojabohnen wurden laut USDA als „gut bis sehr gut“ bewertet – ein Anstieg um 4 %-Punkte im Vergleich zur Vorwoche. 47 % der Pflanzen befanden sich bereits in der Blüte, was dem Fünfjahresmittel entspricht.
Die Preise für Sojaschrot fielen im Tagesverlauf um 1,50 bis 2,60 USD/t, während Sojaöl im Gegenzug zwischen 25 und 42 Punkten zulegen konnte. Die Marktteilnehmer warten zudem gespannt auf die neuesten NOPA-Zahlen zur US-Sojaverarbeitung im Juni, die einen historischen Rekordwert vermuten lassen.
Im Rapssegment zeigte sich die Börse in Winnipeg (ICE CA) leicht schwächer. Der meistgehandelte November-25-Kontrakt fiel um 0,10 CAD auf 682,60 CAD/t. Auch die Folgekontrakte verzeichneten Verluste zwischen 0,10 und 1,30 CAD.
Politische Unsicherheiten bleiben auch im Sojamarkt ein bestimmender Faktor: US-Präsident Trump kündigte über das Wochenende Strafzölle von 30 % auf Einfuhren aus der EU und Mexiko an. Zudem drohte er am Montag mit Sekundärsanktionen gegenüber Russland und dessen Handelspartnern.