Die Sojamärkte starteten schwach in die Woche. Die Terminpreise gaben am Montag deutlich nach: Der November-Kontrakt an der CBoT fiel um 28,50 US-Cent auf 1020,75 US-Cent/bushel.
Die Preisrückgänge wurden begleitet von Verlusten bei Sojaschrot und Sojaöl, die um bis zu 6,30 US-$/ton short bzw. 82 Punkte zurückgingen. Trotz der schwächeren Notierungen zeigten sich positive Exportimpulse: Laut USDA wurden in der Woche bis zum 3. Juli rund 389.364 Tonnen Sojabohnen verschifft, ein Plus von 64,5 % gegenüber der Vorwoche.
Ägypten, Indonesien und Mexiko gehörten zu den größten Abnehmern. Die bisherigen Ausfuhren im laufenden Vermarktungsjahr summieren sich auf 46,25 Mio. Tonnen – 10,5 % mehr als im Vorjahr. Die Bestandsdaten zur US-Ernte zeigen stabile Bedingungen: 66 % der Bestände wurden als gut/ausgezeichnet bewertet.
Politisch belastend wirkte jedoch die Ankündigung von US-Präsident Trump, die Einfuhrzölle auf Waren aus Indonesien ab dem 1. August auf 32 % zu erhöhen – trotz eines zuvor gemeldeten Abkommens zum Kauf von US-Agrargütern im Wert von 34 Mrd. US-Dollar. In den kommenden Tagen werden Niederschläge im mittleren Westen der USA erwartet, was ebenfalls preisdämpfend wirken könnte.
Canola verlor an der Winnipeg für den Juli 22,90 Can-$ und lag zum Handelsschluss bei 686,30 Can-$/t. Auch der Raps ließ Ferden. An der Euronext verbuchte der August einen erneuten Verlust von 1,50 € auf 464,00 €/t.