In Chicago lag die Sojabohne mit 19,50 US-Cent für den Juli im Plus und somit bei 1222,75 US-Cent/bushel. Die neue Ernte zeigte sich ebenfalls fester, während der Markt insgesamt klar nach oben tendierte. Schrot schloss für den Juli um 1,60 US-$ höher bei 320,90 US-$/short ton.
Haupttreiber für den Anstieg bleibt der gesamte Sojakomplex. Sojaschrot und vor allem Sojaöl legten deutlich zu und spiegeln die Stärke im Pflanzenölsektor wider. Fundamental zeigen die US-Daten ein gemischtes Bild. Die Aussaat kommt mit 33 % deutlich schneller voran als üblich, ebenso der Feldaufgang. Gleichzeitig bleiben die Exportverladungen hinter der Vorwoche zurück, liegen jedoch weiterhin klar über dem Vorjahresniveau. China bleibt dabei der wichtigste Abnehmer.
International sorgt die weiter nach oben angepasste brasilianische Ernteschätzung für Gegenwind. Das größere Angebot aus Südamerika begrenzt das Aufwärtspotenzial, tritt kurzfristig jedoch hinter der Stärke im Pflanzenölkomplex zurück.
Unterstützung kommt dabei auch von den internationalen Märkten: Canola an der ICE konnte zulegen, gab jedoch einen Teil der Tagesgewinne wieder ab, nachdem Gewinnmitnahmen einsetzten. Zuletzt lag der Juli 2,50 Can-$ höher bei 758,80 Can-$/t. Zuvor hatte die Rally am Rohölmarkt infolge geopolitischer Spannungen die Notierungen nach oben getrieben. In der Straße von Hormus ist es erneut zu Beschüssen gekommen, nachdem die Amerikaner Handelsschiffen militärisch durch die Passage begleitet haben. Auch Drohnenangriffe auf die VAE fanden erneut statt. Raps an der Euronext zog spürbar an und verstärkte die bullische Stimmung. Der August stieg um 7,25 € auf 528,00 €/t an der Euronext.