Der Wochenauftakt am Sojamarkt war durch Preisrückgänge gekennzeichnet. Der August gab um 10 US-Cent auf 988,75 US-Cent/bushel nach.
Auch die Sojaschrotpreise verzeichnete für denselben Monat einen Verlust von 2,90 US-$ auf 264,90 US-$/short ton. Sojaöl hingegen zeigte sich fester und legte um bis zu 27 Punkte zu.
Die aktuellen Zahlen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) zeigen, dass sich der Zustand der US-Sojabestände verbessert hat. 70 % der Bestände werden nun als gut/ausgezeichnet eingestuft, was einen Anstieg um 2 % bedeutet und den Bären in die Karten spielt. Das Wetter im US-Anbaugebiet ist durch das aktuell feucht-warme Milieu bestens geeignet für die Sojapflanze.
Die US-Exportinspektionen für Sojabohnen ergaben ein Aufkommen von 409.714 Tonnen in der Woche bis zum 24. Juli. Dies bedeutet eine Steigerung um 8,7 % gegenüber der Vorwoche und liegt 0,3 % über dem Vergleichswert von 2024. Wichtigste Absatzmärkte waren Ägypten, die Niederlande und Mexiko. Die kumulierten Jahresexporte erreichen derzeit 47,2 Mio. Tonnen und liegen damit 10,4 % über dem Vorjahreszeitraum. Trotzdem konnte diese Nachricht nicht für genug Unterstützung sorgen, denn durch den erstarkten Dollar werden die Exportaussichten insgesamt geschmälert.
International sorgte Argentinien mit einer deutlichen Senkung der Exportsteuern für Bewegung. Präsident Milei kündigte an, den Abgabesatz für Sojabohnen von 33 % auf 26 % zu reduzieren. Für Sojaschrot und Sojaöl sinkt die Steuerlast von 31 % auf 24,5 %.
Canola verlor in Winnipeg für den November 4,90 Can-$ auf 695,90 Can-$/t. Niederschläge drücken in den von Trockenheit geprägten Anbauregionen auf die Stimmung. Raps konnte für den vielgehandelten November leicht um 0,75 € auf 486,50 €/t an der Euronext zulegen.