Die US Sojabohnen standen am Mittwoch kräftig unter Druck. Der Julikontrakt in Chicago verlor 16,75 US-Cent und fiel auf 1194,75 US-Cent/bushel. Auch die neue Ernte geriet unter Verkaufsdruck, der Novembertermin gab 14 US-Cent ab auf 1175,50 US-Cent/bushel. Schrot gab für den Juli 3,10 US-$ auf 317,30 US-$/short.
Belastet wurde der gesamte Ölsaatenkomplex vom scharfen Rückgang am Rohölmarkt. Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und Iran über eine mögliche Entspannung im Nahen Osten drückten die Energiepreise deutlich nach unten. Das setzte insbesondere Sojaöl stark unter Druck, während auch Sojaschrot schwächer tendierte. Am Markt richtet sich der Blick nun auf die Exportzahlen des USDA. Händler erwarten für die alte US Ernte Sojabohnenverkäufe zwischen 200.000 und 500.000 t. Für die neue Ernte wird bislang nur mit begrenztem Geschäft gerechnet. Bei Sojaschrot liegen die Erwartungen zwischen 150.000 und 450.000 t.
International sorgte Argus mit einem vorsichtigen Ausblick auf die brasilianische Sojafläche 2026/27 für Aufmerksamkeit. Höhere Produktionskosten und Risiken durch El Niño könnten das Wachstum der Anbaufläche bremsen. Zusätzlich belasteten höhere kanadische Canolavorräte den Markt. Laut Statistics Canada lagen diese Ende März mit 9,99 Mio. t um 27,4 % über Vorjahr. An der ICE verlor der Juli Canola 15,70 Can-$ auf 733,60 Can-$/t. Der Raps an der Euronext in Paris brach ebenfalls ein, der Augusttermin gab 8,75 € ab auf 516,75 €/t.