Die Sojabohnen legten am Donnerstag leicht zu. In Chicago stieg die Bohne für den Mai um 3,25 US-Cent auf 1165,25 US-Cent/bushel, während der Juli-Kontrakt um 3,00 US-Cent auf 1181,00 US-Cent/bushel zulegte. Schrot zog für den Mai um 3,50 US-$ auf 317,60 US-$/short ton an.
Treiber war vor allem ein insgesamt stabiler USDA-Bericht mit nur begrenzten Anpassungen. Eine höhere Verarbeitung wurde durch entsprechend niedrigere Exporterwartungen ausgeglichen, sodass die US-Endbestände unverändert bei 350 mbu blieben. Weltweit wurden die Lagerbestände leicht um 0,52 Mio. t reduziert. Damit fehlten klare bärische Impulse, was dem Markt Spielraum nach oben ließ.
Die Exportzahlen lieferten ein gemischtes Bild. Mit 295.403 t lagen die Verkäufe der alten Ernte zwar deutlich über Vorjahr, blieben jedoch auf niedrigem Niveau für die Saison. China dominierte die Nachfrage, während neue Ernteverkäufe komplett ausblieben.
Stützend wirkte der gesamte Ölsaatenkomplex. So zog Canola in Winnipeg kräftig an und gewann 3,80 Can-$ auf 708,70 Can-$/t. Raps in Paris zeigte sich stabil bei 497,00 €/t. Auch feste Notierungen bei Sojaschrot und Sojaöl verliehen zusätzlichen Auftrieb.
Unter dem Strich bleibt der Markt aus Händlersicht gut unterstützt, auch wenn klare fundamentale Impulse weiterhin fehlen.