Der US Sojabohnenmarkt schloss am Dienstag überwiegend schwächer. Der Augustkontrakt verlor 13,75 US Cent und beendete den Handel bei 1.155,00 US Cent/bushel. Der Novembertermin gab 14,50 US Cent auf 1.177,75 US Cent/bushel nach. Belastet wurden die Notierungen vor allem von schwächeren Pflanzenölmärkten, dem deutlichen Rückgang der Rohölpreise sowie Regenaussichten für weite Teile des Corn Belt. Schrot gab ebenfalls nach und und schloss für den September um 2,70 US-$ tiefer bei 312,70 US-$/short ton.
Das USDA meldete am Morgen einen Verkauf von 132.000 t Sojabohnen der Ernte 2026/27 nach China. Die Bestandsbewertungen blieben gegenüber der Vorwoche unverändert. Weiterhin werden 63 % der US Bestände als gut bis ausgezeichnet eingestuft. Gleichzeitig erwarten Wettermodelle in den kommenden Tagen Niederschläge in wichtigen Anbaugebieten, was den Markt zusätzlich unter Druck setzte.
StoneX schätzt die US Sojabohnenernte erstmals auf einen Durchschnittsertrag von 53 Bushel je Acre und eine Produktion von 4,47 Mrd. Bushel.
Die Exportdaten lieferten gemischte Signale. Nach Angaben des Census Bureau exportierten die USA im Juni 1,917 Mio. t Sojabohnen. Das war der höchste Juniwert seit vier Jahren, lag jedoch 14,35 % unter dem Mai. Die Sojaschrotexporte erreichten mit 1,494 Mio. t einen neuen Juni Rekord.
Am Terminmarkt legte Canola in Kanada leicht zu und gewann für den November um 2,50 Can-$ auf 760,70 Can-$/t, während Raps an der Euronext in Paris einen Teil der Vortagesgewinne wieder abgab und für den selben Monat um 4,75 € auf 518,75 €/t tiefer schloss.