Die Sojakurse gerieten zum Wochenende hin unter Druck. Der August-Kontrakt verlor auf Wochensicht rund 29 US-Cent und lag im Vergleich zum Vortag 5,50 US-Cent niedriger bei 998,75 US-Cent/bushel.
Sojaschrot verzeichnete ebenfalls schwächere Preise. Mit einem Minus von 1,89 US-$ lag der August bei 267,80 US-$/ short ton. Sojaöl zeigte sich zwar am Freitag schwächer, konnte aber auf Wochenbasis um 67 Punkte zulegen.
Witterungseinflüsse bleiben im Fokus: Für die östlichen US-Anbaugebiete werden bis zu 50 mm Regen erwartet. Das USDA meldete zudem einen Verkauf von 142.500 Tonnen Sojabohnen an Mexiko für die neue Ernte. Laut Exportbericht summieren sich die Vermarktungsverpflichtungen auf 50,8 Mio. Tonnen – leicht über dem offiziellen USDA-Ziel. Die tatsächlichen Verschiffungen bleiben mit 92 % jedoch leicht hinter dem Vorjahresniveau zurück.
Beeinflusst wird der Preis außerdem aktuell von der Unsicherheit, die sich durch die Zollverhandlungen ergibt. Genaue Details sind noch nicht bekannt, doch neben dem Deal zwischen den USA und der EU stehen weitere Verhandlungen zwischen der EU und China an. Auch die Absenkung der argentinischen Exportsteuer treibt die Händler um.
In Winnipeg sah es besser aus für die Bullen. Canola konnte für den November-Monat 5,10 Can-$ auf 700,80 Can-$ zulegen. Auch der Raps gewann teils an Boden und legte für den November um 3,25 € auf 485,75 €/t zu.