Die US-Sojabohnen standen zum Dienstagsschluss weiter unter Druck. In Chicago verlor der Mai-Kontrakt 8,50 US-Cent und schloss bei 1155,00 US-Cent/bushel. Auch der November gab nach und lag 2,75 US-Cent schwächer bei 1143,75 US-Cent/bushel. Die übrigen Termine tendierten ebenfalls leichter. Sojaschrot musste ebenfalls Verluste verzeichnen und blieb bei 322,40 US-Cent/Bushel stehen, eine Minus von 4,20 US-Cent.
Belastend wirkten schwache Nachfrageimpulse und rückläufige Exportperspektiven. Die EU-Importe summierten sich seit Juli auf 8,92 Mio. t und liegen damit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig wurde die brasilianische März-Exportprognose von ANEC auf 15,87 Mio. t gesenkt, was kurzfristig zwar stützend wirken könnte, insgesamt aber die hohe globale Verfügbarkeit nicht infrage stellt. Am Produktmarkt zeigte sich ein gemischtes Bild. Sojaschrot geriet unter Druck, während Sojaöl von festen Rohölpreisen profitieren konnte. Die Aussicht auf die anstehende Veröffentlichung der US-Biokraftstoffquoten durch die EPA verlieh dem Öl zusätzliche Unterstützung.
Am internationalen Ölsaatenmarkt sorgten Canola und Raps für Gegenbewegungen. In Winnipeg stieg der Mai-Canola um 4,80 Can-$ auf 723,90 Can-$/t, gestützt durch die Erholung am Rohölmarkt sowie festere Vorgaben aus Europa und beim Sojaöl. Auch Raps zog in Paris an und gewann 3,00 € auf 500,50 €/t. Diese Entwicklung setzte ein bullisches Gegengewicht zu den schwächeren US-Sojabohnen, ohne den übergeordneten Preisdruck vollständig aufzulösen.