Die US-Agrarbörsen zeigten sich zur Wochenmitte freundlich. In Chicago lag der Sojabohnenkontrakt für März mit 13,25 US-Cent im Plus bei 1200,50 US-Cent/bushel. Auch der Mai-Kontrakt legte zu und schloss 12,25 US-Cent höher bei 1214,00 US-Cent/bushel. Der Juli-Termin tendierte ebenfalls fester und gewann rund 12 US-Cent. Schrot konnte für den Mai um 0,90 US-$ auf 315,40 US-$/short ton zulegen.
Stützend wirkte vor allem der Pflanzenölkomplex. Sojaöl-Futures zogen deutlich an und erhielten zusätzlichen Auftrieb durch Spekulationen um die Biokraftstoffpolitik in den USA. Marktteilnehmer berichten, dass die verpflichtende Beimischungsmenge für erneuerbare Kraftstoffe in diesem Jahr bei rund 5,4 Mrd. Gallonen liegen könnte. Die offizielle Bekanntgabe der RVO-Zahlen wird noch im Laufe des Monats erwartet. Auch der Energiemarkt sorgte für Rückenwind. Rohöl verteuerte sich kräftig, da sich die Lage rund um den Iran weiter zuspitzt.
Mit Spannung blicken Händler nun auf die wöchentlichen Exportzahlen des USDA. Für die Woche bis zum 3. März erwarten Marktteilnehmer Verkäufe von 250.000 bis 800.000 t Sojabohnen der Ernte 2025/26. Für neue Ernte wird lediglich ein kleines Volumen von bis zu 100.000 t erwartet. Beim Sojaöl rechnen Händler mit Exportverkäufen zwischen 150.000 und 400.000 t.
Auch der internationale Ölsaatenmarkt zeigte Stärke. In Winnipeg gewann der Canola-Termin für Mai 2,30 Can-$ und schloss bei 735,60 Can-$/t. An der Euronext in Paris holte der Rapsmarkt die Verluste vom Vortag weitgehend auf. Der Mai-Kontrakt legte um 11,25 € zu und beendete den Handel bei 512,25 €/t.