Die Sojabohnenfutures präsentierten sich zum Donnerstag überwiegend schwächer. Der Mai-Kontrakt verlor 3,25 US-Cent und schloss bei 1163,75 US-Cent/bushel. Der Juli gab um 2,75 US-Cent nach auf 1180,50 US-Cent/bushel, während neue Erntekontrakte leicht zulegen konnten. Schrot endete ebenfalls auf roten Terrain bei 332,70 US-Cent/bushel, ein Minus von 1,70 US-Cent.
Aus Händlersicht belasteten vor allem enttäuschende Exportzahlen. Mit 247.886 t lagen die wöchentlichen Verkäufe auf einem Vermarktungstief für die neue Saison, ein klar bärisches Signal. Stabilisierend wirkte hingegen der Pflanzenölsektor. Sojaöl zog deutlich an und verlieh dem Markt zumindest punktuell Unterstützung.
Fundamental bleibt das globale Angebot komfortabel. In Brasilien bestätigte das Analystenhaus Aboive die Ernte bei 177,85 Mio. t. Gleichzeitig wurden die Exportprognosen auf 113,6 Mio. t angehoben, ein zusätzlicher Belastungsfaktor für die US-Preise.
International zeigte sich der Ölsaatenkomplex fester. In Winnipeg legte Canola zu, gestützt durch Umschichtungen in spätere Termine sowie die Stärke im Sojaöl. Auch in Paris setzte sich der Aufwärtstrend bei Raps fort. Beide Märkte lieferten damit bullische Impulse, die den Abwärtsdruck bei Sojabohnen zumindest begrenzten.