In Chicago gaben die Sojabohnen am Donnerstag nur leicht nach, nachdem sich der Markt von den frühen Verlusten erholen konnte. Der Juli-Kontrakt verlor 2,50 US-Cent und schloss bei 1192,25 US-Cent/bushel. Auch der November-Termin lag mit einem Minus von 2 US-Cent bei 1173,50 US-Cent/bushel etwas schwächer. Sojaschrot zeigte sich leicht postiv mit einem Plus von 1,50 US-Cent auf 321,30 US-Cent/buhsel, während Sojaöl deutlich unter Druck stand. Unterstützung kam vom Energiemarkt, nachdem Rohöl infolge von Berichten über Explosionen im Iran kräftig anzog.
Belastend wirkten die enttäuschenden US-Exportzahlen. Die Verkäufe alter Ernte fielen in der Woche bis zum 30. April mit 141.940 t auf ein Vermarktungsjahrestief und lagen mehr als 62 % unter dem Vorjahreswert. China kaufte 66.900 t, wobei 66.000 t von zuvor unbekannten Zielen umgebucht wurden. Japan sicherte sich 48.600 t, Indonesien 43.500 t. Verkäufe der neuen Ernte blieben mit lediglich 5.500 t äußerst überschaubar.
Zusätzlicher Druck kam aus Brasilien. Die brasilianische Exportvereinigung ANEC erwartet für Mai Sojabohnenausfuhren von 14,53 Mio. t und hob ihre Prognose erneut an. Bereits im April hatte Brasilien mit 16,75 Mio. t einen monatlichen Exportrekord erreicht.
Auch die internationalen Ölsaatenmärkte standen unter Druck. Die Canola-Notierungen an der ICE folgten den schwachen Vorgaben und rutschten ins Minus. Der Juli-Kontrakt verlor 4,30 Can-$ auf 739,20 Can-$/t. Der Raps an der Euronext in Paris geriet noch deutlicher unter Verkaufsdruck. Der meistgehandelte August-Termin fiel um 7,00 € auf 509,75 €/t.