Die Sojabohnen tendierten zum Wochenstart uneinheitlich. In Chicago legte der Mai-Kontrakt um 0,50 US-Cent zu und schloss bei 1159,75 US-Cent/bushel, während der Juli um 0,25 US-Cent auf 1175,00 US-Cent/bushel nachgab. Die späteren Termine zeigten sich kaum verändert. Schrot ließ ebenfalls nach um 0,40 US-Cent auf 314,90 US-Cent/bushel für den Mai.
Aus Händlersicht lasten vor allem die schwachen Exportzahlen auf dem Markt. Mit 586.427 t lagen die wöchentlichen Verschiffungen deutlich unter Vorwoche und Vorjahr. Besonders ins Gewicht fällt der Rückstand von 27 Prozent im laufenden Vermarktungsjahr. Das signalisiert eine gedämpfte Nachfrage und wirkt klar bärisch. Gleichzeitig sorgten festere Sojaölpreise für eine gewisse Stabilisierung und verhinderten stärkere Verluste.
Im Fokus steht zudem der anstehende USDA-Bericht zu Anbauflächen und Lagerbeständen. Erwartet werden deutlich steigende Sojaflächen in den USA sowie höhere Vorräte. Beides würde das Angebot ausweiten und entsprechend preisdämpfend wirken, sollte sich die Schätzung bestätigen.
International bleibt Brasilien ein dominierender Faktor. Die Ernte ist bereits zu 75 Prozent eingefahren, die Produktion wird mit 178,4 Mio. t veranschlagt. Das hohe Niveau unterstreicht die komfortable globale Versorgungslage und setzt den Markt zusätzlich unter Druck.
Unterstützung kommt dagegen von den Pflanzenölmärkten. Canola in Winnipeg zog kräftig an, ebenso Raps in Paris mit deutlichen Aufschlägen. Diese Entwicklung wirkt stützend auf den Sojakomplex und begrenzt das Abwärtspotenzial.