An den US-Terminbörsen zeigten sich Sojabohnen am Donnerstag fester. In Chicago lag der Mai-Kontrakt bei einem Plus von 2,00 US-Cent und schloss bei 1173,75 US-Cent/bushel. Der Juli gewann 1,75 US-Cent auf 1189,50 US-Cent/bushel. Spätere Termine tendierten ebenfalls freundlich. Sojaschrot bekam ebenfalls Zuwachs für den Mai um 2,30 US-Cent auf 322,10 US-Cent/bushel.
Aus Händlersicht lieferten vor allem die Exportzahlen Unterstützung. Mit 668.901 t erreichten die Verkäufe für die Saison 2025/26 ein Fünfwochenhoch. Zwar lagen sie deutlich unter dem Vorjahresniveau, doch die Nachfrage blieb breit abgestützt. China dominierte mit 263.000 t, während auch Deutschland und Mexiko als Käufer auffielen. Besonders bullisch wirkte der Sojaschrotmarkt, dessen Verkäufe mit über 507.000 t die Erwartungen klar übertrafen.
Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf die kommende USDA-Flächenschätzung. Mit erwarteten 85,55 Mio. Acres würde die Sojafläche deutlich ausgeweitet. Dieses Szenario wirkt tendenziell bärisch und begrenzt die Aufwärtsdynamik.
Am Ölsaatenkomplex kam zusätzliche Unterstützung von den internationalen Märkten. In Winnipeg zog Canola an, der Mai-Termin stieg um 2,20 Can-$ auf 728,50 Can-$/t. Auch Raps in Paris zeigte sich fester, der Mai gewann 3,00 € auf 502,25 €/t. Diese Entwicklung stabilisiert das gesamte Pflanzenölsegment und stützt damit auch die Sojabohnenpreise.