An den US-Terminbörsen haben sich Sojabohnen zum Wochenstart behauptet. In Chicago legten die Mai-Kontrakte um 2,25 US-Cent zu und schlossen bei 1163,50 US-Cent/bushel. Auch der Juli gewann 2,50 US-Cent auf 1179,00 US-Cent/bushel. Die neue Ernte zeigte sich ebenfalls fester. Der Sojakomplex entwickelte sich uneinheitlich, während Sojaöl zulegen konnte, geriet Sojaschrot unter Druck. Der Mai verzeichnete ein Minus von 1,40 US-Cent/bushel und lag somit bei 326,60 US-Cent/bushel.
Stützend wirkte vor allem die Exportseite. Eine bestätigte Einzelmeldung über 161120 t nach Mexiko sowie robuste Verschiffungen von 1,101 Mio. t lagen deutlich über Vorwoche und Vorjahr. Gleichzeitig bleibt der Rückstand im laufenden Vermarktungsjahr mit minus 27 Prozent ein belastender Faktor. Impulse kamen zudem vom Energiemarkt. Nach politischen Signalen zur Entspannung im Iran-Konflikt brach Rohöl deutlich ein, was zunächst Druck nahm. Später stabilisierte die Aussicht auf baldige Biokraftstoffquoten die Sojaölpreise und damit den gesamten Komplex.
In Südamerika bleibt die Ernte ein Thema. In Brasilien liegt der Drusch mit 68 Prozent klar hinter dem Vorjahreswert zurück, was tendenziell stützend wirkt.
International zeigen sich konkurrierende Ölsaaten schwächer. In Winnipeg fiel Canola für Mai um 7,40 Can-$ auf 719,10 Can-$/t, belastet vom Einbruch am Rohölmarkt. Auch Raps in Paris gab nach, der Mai verlor 4,75 € auf 497,50 €/t. Händler sehen damit kurzfristig Gegenwind für den Sojakomplex, auch wenn die Nachfrage aktuell stabilisiert.