Die US-Sojabohnen standen zum Wochenschluss klar unter Druck. Die Mai-Kontrakte verloren 7,25 US-Cent und schlossen bei 1.161,25 US-Cent/bushel, während auch spätere Termine spürbar nachgaben. Händler verweisen vor allem auf schwache Vorgaben aus dem Sojaschrot, der Mai schloss hier bei 328,00 US-Cent/bushel, ein Minus von 4,50 US-Cent, sowie eine nachlassende Exportdynamik.
Fundamental bleibt das Bild bärisch. Die US-Exportverpflichtungen liegen mit 36,79 Mio. t rund 19 % unter Vorjahr und erreichen lediglich 86 % des USDA-Ziels. Auch die Verschiffungen hinken deutlich hinter dem üblichen Tempo her. Gleichzeitig reduzierten spekulative Marktteilnehmer ihre Netto-Long-Position deutlich, was zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugte.
Am Produktmarkt zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Sojaschrot nach, während Sojaöl kurzfristig stabilisierte, auf Wochensicht jedoch ebenfalls Verluste verzeichnete. Auffällig bleibt die weiter ausgebaute Netto-Long-Position der Fonds im Sojaöl.
International zeigt sich ein differenziertes Bild. In Kanada gaben die Canola-Futures leicht nach, der Mai verlor 1,80 Can-$ auf 726,50 Can-$/t. Neben schwachen Vorgaben aus dem Sojakomplex dämpfen geopolitische Spannungen rund um den Iran die Exportaussichten. Dagegen setzte sich Raps in Paris ab. Der Mai-Kontrakt an der Euronext legte um 1,50 € auf 502,25 €/t zu und zählte damit zu den wenigen Gewinnern im Agrarsektor.