EU Short Term Outlook (Herbstausgabe) - Reduzierte Schweinebestände 2013 – steigende Schlachtzahlen 2014
Nach 2 Jahren rückläufiger Schlachtzahlen 2012 u. 2013 schätzt die EU-Kommission für das Jahr 2014 einen leichten Zuwachs an Schweineschlachtungen in der Größenordnung von 0,6 %.
Für 2012 kommt man auf einen Rückgang der gemeldeten Schlachtung von rd. -2 %. Für das 1. Halbjahr 2013 lautet das vorläufige Ergebnis auf -1,1 %. Bei steigenden Schlachtgewichten soll das Schweinefleischaufkommen aufgrund der europaweit gestiegenen Schlachtgewichte nur um -0,6 % zurückgegangen sein.
Für das 2. Halbjahr 2013 rechnet man aufgrund der reduzierten Bestandszahlen mit einem kräftigeren Abschwung, der sich im Jahresdurchschnitt auf -1,2 % hochrechnet. Einen besonders starken Einfluss schreibt man den neuen Mitgliedstaaten zu.
Die überdurchschnittlichen Bestandsminderungen in der Sauenherde in Höhe von -2,3 % infolge erhöhter Anforderungen an die Sauenhaltung wirken auch bis ins Jahr 2014 hinein. In Deutschland (-5,4 %) in Spanien (-6,5 %) haben die Anpassungsreaktionen im Jahre 2013 besonders starke Spuren hinterlassen.
Die verbesserten Rentabilitätsverhältnisse in der Schweinehaltung infolge gefallener Futterkosten bei vergleichsweise hohen Schweinepreisen wird die Produktion nach einer entsprechenden Erholungspause im Laufe des Jahres 2014 wieder ankurbeln. Die EU-Kommission schätzt nach 3 Jahren Konsumrückgang wieder eine leichte Zunahme des europaweiten Verbrauchs, so dass für den Export weniger übrig bleibt als in den Vorjahren.
Angesichts des Lieferstopps für USA und Kanada rechnet man sich gute Chancen beim Russland-Export aus. Der russische Exportanteil wird weiter auf 20 % veranschlagt. China könnte im Laufe der Zeit an die 2. Stelle beim EU-Drittlandexport aufrücken.
In Sachen Preiserwartung gab es keine Statements.