EU-Schweinefleischexporte
Die Schweinefleischexporte der EU sind in den ersten 5 Monaten des Jahres 2013 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 2,16 % zurückgeblieben. Dabei fallen vor allem die geringer gewordenen Ausfuhren nach Russland, Hongkong, Südkorea und Belarus ins Gewicht. Auf der anderen Seite haben die Exporte in Richtung China um 40 % zugelegt. Leider sind die Ausfuhren nach China wenig werthaltig, so dass der Kompensationseffekt vergleichsweise gering ausfällt.
Die japanischen Importe mit einem durchschnittlichen Exporterlös von 3,76 €/kg aus der EU – vornehmlich aus Dänemark – halten sich auf leicht erhöhtem Niveau. Zugenommen haben die Exporte in die vielen kleinen Einfuhrländern, allen voran die Philippinen mit einer Steigerung von über 40 %.
Die EU-Ausfuhren in die Ukraine tun sich schwer. Der schärfste Mitbewerber ist Brasilien, das mit Schweinepreisen in den Sommermonaten zwischen 1,10 bis 1,30 €/kg daherkommt. Allerdings sind die hohen brasilianischen Transportkosten noch zu berücksichtigen.
Die Lebendausfuhren bleiben mit einem umgerechneten Schlachtgewicht von weniger als 0,5 % von untergeordneter Bedeutung.
Die Aussichten für das 2. Halbjahr 2013 sind schwächer einzuschätzen. Das in der EU-28 gestiegene Auszahlungspreisniveau dürfte den Absatzmöglichkeiten vor dem Hintergrund der übrigen Schweinepreisen auf Weltebene enge Grenzen setzen. Möglicherweise stehen auch keine zusätzlichen Mengen zur Verfügung.