(AMI) Momentan sind die Schlachtschweinemärkte in Europa zumeist knapp ausgeglichen. Die Nachfrage der Schlachtereien erhielt infolge der schwachen Umsätze im Fleischhandel einen Dämpfer. Die jüngst angekündigte Bezuschussung der privaten Lagerhaltung von EU-Schweinefleisch hat kurzfristig dagegen keinen Einfluss auf das Marktgeschehen.
In Frankreich wird der Fleischabsatz mit schleppend beschrieben. Infolgedessen haben die Schlachtereien ihre Aktivitäten reduziert. Der zur AIM-Gruppe gehörende Schlachtbetrieb in Chanel (Normandie) steht vor dem Aus, nachdem das Übernahmeangebot geplatzt ist. Davon sind 280 Arbeitsplätze betroffen und es ist nunmehr die zweite größere Schlachthofschließung innerhalb von zwei Jahren. Die Preistendenz lautet hier unverändert.
Eine rege Nachfrage nach Schlachtschweinen gibt es in Spanien. Ein relativ großes Angebot steht einer entsprechend hohen Nachfrage gegenüber. Die Schlachtgewichte zeigen einen sinkenden Trend an. Im Fleischhandel sind Schinken und Lachse etwas teurer gelistet. Relativ flottes Kaufinteresse gibt es in Spanien von Importeuren aus Südkorea, Taiwan und Vietnam. Der Grund: Verschiffungen aus den USA und aus Brasilien sind infolge von Streiks verzögert oder werden storniert. Die weitere Preistendenz in Spanien dürfte moderat nach oben zeigen. Ähnlich wie in Deutschland hinken auch in Belgien die Fleischpreise den erhöhten Einstandspreisen der Schlachtschweine mühsam hinterher. Dadurch sind auch die Margen pro Schwein der Schlachter und Zerleger ins Minus gerutscht. In Italien steht ein kleines Angebot an Schlachtschweinen einer stabilen Nachfrage gegenüber. Die Preise waren zuletzt von der Preisbefestigung in Nordeuropa leicht nach oben gerichtet.