(AMI) Nach dem Preisverfall an den Schweine- und Ferkelmärkten in den vergangenen Wochen stabilisiert sich die Marktlage wieder. Ein großes Angebot und eine normale bis gedämpfte Nachfrage stehen sich knapp ausgeglichen gegenüber. Auch die Schlachtgewichte zeigen in den meisten Ländern eine stabile Entwicklung. Preisschwächen gibt es fortgesetzt noch in Spanien.
In Frankreich gibt es etwas verhaltene Schlachtaktivitäten, aber auch eine stabile Nachfrage nach Schweinen. Die Exportmöglichkeiten von Schweinefleisch werden aus französischer Sicht beklagt, da die Wettbewerbsfähigkeit französischer Vermarkter zu wünschen übrig lässt. Unterschwellig gibt es einen moderaten Überhang an Schlachtschweinen, da die Schlachtereien ihre Produktionsbänder etwas gedrosselt fahren. Knapp ausgeglichene Marktverhältnisse werden aus Spanien gemeldet. Ein großes Angebot an Schweinen trifft auf eine normale Nachfrage. Im Fleischhandel dominieren unveränderte Fleischpreise. Ausnahme sind Schinken im Export, die im Wettbewerb um die Gunst der ausländischen Abnehmer mit leichten Preiszugeständnissen gelistet sind. Aufgrund des beträchtlichen Abstandes zu günstigeren Schweinepreisen in Frankreich und zu Deutschland stehen die Schweinepreise in Spanien noch moderat unter Preisdruck. Unter den belgischen Vermarktern lösten in der vergangenen Woche Hauspreisforderungen seitens deutscher Schlachtereien Unsicherheit über die weitere Preisentwicklung aus. Große Einzelhandelsketten haben in Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Mäster und Sauenhalter leichte finanzielle Unterstützung signalisiert.
Nach einer voraussichtlichen stabilen Preisentwicklung in Italien sind italienische Marktexperten der Meinung, dass in 2 Wochen zum Monatsanfang November die Schweinepreise in Italien wieder steigen könnten. Eine flotte Nachfrage nach Schweinefleisch und nach deutschen Schlachtschweinen gibt es in Polen. Hier legten zuletzt auch die Schweinepreise zu und übertrafen damit nach langer Zeit das deutsche Niveau.