- 1 % weniger Schweine in den USA zum 1. Dez.-13 gezählt
Die vierteljährliche Bestandszählung zum 1. Dez. 2013 ergab in den USA einen um -1 % geringeren Schweinebestand im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber der September 2013-Zählung sind es – 2 % weniger. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die US-Schweinebestände zum Winter regelmäßig kleiner sind. Inwieweit der Rückgang signifikant größer oder kleiner ausgefallen ist, gibt das Datenmaterial nicht her.
Der Zuchttierbestand ist sowohl zu den Vorjahres- wie Vorquartalszahlen um -1 % rückläufig. Dieses Ergebnis war bereits im Vorfeld an der stark rückläufigen Entwicklung der Schlachtsauen abzulesen gewesen. Es besteht die Vermutung, dass die der PEDv-Seuche zum Opfer gefallenen Ferkel durch die längere als sonst übliche Nutzung der Sauen kompensiert werden sollte. Außerdem sind Altsauen gegenüber der Krankheit stärker immunisiert.
Die Ferkelleistungen je Sau und Wurf sind in diesem Jahr gegenüber der Sept-Zählung überdurchschnittlich zurückgefallen. Das unterstützt die Vermutung, dass die PEDv-Seuche Wirkung hinterlassen hat. Eine Teilwirkung muss man jedoch auch der nachlassenden Leistung von Altsauen zugute rechnen. An den Zahlen der schlachtreifen Schweine in den kommenden Monaten sind keine eindeutigen Veränderung zu beachten. Allerdings liegen die Ferkelzahlen in der Gewichtsklasse unter 25 kg etwas niedriger, lässt sich aber als signifikante Aussage statistisch nicht absichern.
Die zukünftigen Abferkelungen in den Monaten von Jan. bis Mai 2014 sollen nach den Ermittlungen um 1 % höher ausfallen als im vergangenen Jahr. Inwieweit die im Augenblick wieder verstärkt aufgetretene Seuche ein steigendes Ferkelaufkommen unterbindet, bleibt vorerst noch offen.
Damit bleibt unsicher, ob und inwieweit es zu einem steigenden Schlachttierbestand in den Spätsommer-/Herbstmonaten kommen wird.
DIe USA sind der weltgrößte Exporteur von Schweinefleisch und schärfster Konkurrent zur EU. Beide Länder zusammen bestreiten zwei Drittel des globalen Schweinefleischhandels.