(AMI) Zumindest stabil bis leicht anziehend, so lauten die meisten Preistendenzen auf den Schweinemärkten in Europa. Es gibt ein ausreichendes Angebot an Schweinen, was sich mehr oder weniger reibungslos platzieren lässt.
Ein großes Aufkommen an Schweinen steht einer verhaltenen Nachfrage seitens der Schlachtereien in Belgien gegenüber. Unter Marktbeteiligten gibt es Hoffnung auf Nachfrageimpulse im Handel mit Grillartikeln durch eine wärmere und grillfreundliche Witterung in der 2. Wochenhälfte. Die Schlachtgewichte liegen in Belgien auf einem relativ hohen Niveau, was dafür spricht, dass die Vermarktung schlachtreifer Tiere etwas stockt.
In Frankreich haben Mäster und Einsender von Schweinen Hoffnung, dass der Handel in den nächsten Wochen im Juni infolge voller Arbeitswochen und normaler Schlachtaktivitäten etwas an Dynamik gewinnt. Relativ ausgeglichene Marktverhältnisse werden aus Spanien gemeldet. Es gibt hier keinen Mangel an Schweinen und auch keine nennenswerten Überhänge. Der Fleischmarkt ist sehr umfangreich mit Ware versorgt. Das Klima in Spanien ist noch nicht von Hitze geprägt wie in den späteren Monaten im Sommer üblich, so dass die Schweine optimal wachsen. Aufgrund eines umfangreich versorgten Ferkelmarktes und leicht verzögerter Ausstallungen verläuft allerdings die Vermarktung von Ferkeln in Spanien zögerlich. Im Drittlandshandel von Schweinefleisch und deren Nebenerzeugnisse wird von spanischen Exporteuren über Erlöseinbußen und eine schwache Nachfrage geklagt. In Italien verharren die Schweinepreise auf dem zuvor erniedrigen Niveau. Hier sind minimal steigende Kurse in den nächsten Wochen gut möglich.