Belarus (Weißrussland) will im 1. Quartal 2015 seinen Schweinebestand auf 3,3 Mio. Tiere aufstocken
Im abgelaufenen Jahr 2014 hat Weißrussland 0,5 Mio. Schweine bzw. 19 % seines Bestandes überwiegend aus Gründen der Bekämpfung der afrikanischen Schweinepest (AFP) verloren.
Die Animal Health Organisation (AHO) hat jedoch keinerlei Meldungen über das Vorkommen von AFP aus Weißrussland erhalten. Die Internationale Tierseuchenkarte zeigt Weißrussland als weißen Fleck, während sich rund um die Grenzen nach Polen, Baltikum und Russland die Pestfälle häuften. Es ist davon auszugehen, dass Weißrussland mindestens ähnliche Probleme mit der AFP hat wie die angrenzenden europäischen Staaten.
Steigende Fleischlieferungen aus dem AFP-belasteten Gebiet nach Russland passen allerdings nicht in die politische Landschaft. Der EU hat die russische Veterinärbehörde Schweinefleischlieferungen im Febr. 2014 genau aus diesem Grunde untersagt.
Fehlende Meldeaktivitäten seitens der weißrussischen Behörden hatten wohl einen politischen Hintergrund.
Nach Meinung der Experten in Weißrussland seien jetzt alle Anstrengungen unternommen worden, die weißrussischen Schweinebestände wieder aufzubauen. Die Nachforschungen sollen ergeben haben, dass die Infektionen über Tierfutter aus Russland stattgefunden haben. Die Arbeiter in den Schweinefarmen haben exakte Anweisungen erhalten, wie rund um die Ställe zu verfahren ist. „Kriminelle“ Machenschaften sollen im Spiel gewesen sein.
Die Zielsetzung lautet auf 3,3 Mio. Tiere am Ende des I. Quartals 2015.
Kritiker halten nach allen Erfahrungen mit der AFP eine solch schnelle Lösung für wenig wahrscheinlich. Rückschläge sind nicht auszuschließen.