(AMI) Umfangreiche Schweineschlachtungen, getragen von einem großen Aufkommen und einem hohen Bedarf an Schweinen waren in den vergangenen 3 Wochen europaweit typisch. Zum Ende des Jahres könnte es passieren, dass die Schweinepreise wackeln, da in Deutschland die Schlachtbranche darauf drängte eine neue Preisempfehlung am 30. Dezember stattfinden zu lassen. In den kommenden 2 Wochen bestimmen sogenannte Bedarfsschlachtungen das Geschehen, wo nur an bestimmten Tagen mit vorgegebenen Stückzahlen gearbeitet wird. In den meisten Ländern werden die Schlachtaktivitäten feiertagsbedingt auf rund 40 - 60 % des normalen Bedarfs zurückgefahren.Ein großes Aufkommen an Schweinen und etliche vorgezogene Partien an schlachtreifen Tieren bestimmen auch in Frankreich das Marktgeschehen. Die Preisaussichten sind hier größtenteils stabil auf dem zuvor erniedrigten Niveau. Nachdem die Erzeugung in Frankreich auf das Jahr hochgerechnet leicht rückläufig war, wird auch im neuen Jahr keine Trendwende erwartet. Einen Angebotsstau an Schlachtschweinen gibt es in Spanien, da immer noch ein großes Angebot auf einen stark gekürzten Bedarf der Schlachtereien trifft. Die neue Notierung, die voraussichtlich unverändert bis knapp behauptet sein wird, soll für einen längeren Zeitraum von 2 bis 3 Wochen gelten. Die Margen der Schlachter und Zerleger haben sich in den vergangenen Wochen spürbar verbessert. Trotz einer Marge von mittlerweile 20 EUR pro Schwein üben italienische Schlachtereien weiterhin Preisdruck aus. Jüngst führte dies dazu, dass es zwischen der Erzeugerseite und der Schlachtstufe keine Einigung gab.