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01.15
16:25

2015 scharfer Wettbewerb zwischen EU und USA im globalen Schweinefleischhandel

US-Schweinefleischausfuhren auf dem Rückzug zugunsten europäischer Anbieter

Der  weltgrößte Exporteur von Schweinefleisch die USA haben im Laufe des Jahres 2014 immer weniger Schweinefleisch exportieren können. Der Rückgang in der 2. Jahreshälfte beziffert sich auf rd. 20 %.

Der gefallenen Ausfuhrmengen sind auf mehrere Ursachen zurückzuführen. Das durch die PEDv verminderte Schweinefleischaufkommen während der Grillsaison im Sommer des Jahres 2014 stellt weniger Exportware zur Verfügung. Die hohen Schweinepreise der USA mit Werten bis zu 2 €/kg verschlechterte die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Anbieter gegenüber ihren Wettbewerbern. Es gingen beachtliche Marktanteile in Japan, Südkorea und Philippinen verloren. Der Absatz nach China/Hongkong hat sich gegenüber dem Vorjahr um 77 % vermindert.

 Andere Exportstaaten mit einem niedrigeren Schweinepreisniveau wie die EU-28 haben sich beachtliche Teile aus dem Handelskuchen herausgeschnitten. Für die EU bestand die dringliche Notwendigkeit eines Ersatzexportes für die gesperrten Lieferungen nach Russland.

In jüngster Zeit kommt noch die Veränderung der Wechselkurse ins Spiel. Der vergleichsweis starke Dollar und im Gegenzuge schwache Euro verschärft die Wettbewerbsposition zu Lasten der amerikanischen Exporteure besonders  im asiatischen Raum.

Marktexperten gehen davon aus, dass die Konstellation der Währungsparitäten im Verlaufe des Jahres 2015 sich noch weiter zuungunsten der USA entwickeln wird. Insbesondere die kritische Entwicklung des Euro im Zusammenhang mit der Griechenland-Debatte wird vorerst zu schwachen Eurokursen beitragen. In Verbindung mit den niedrigen EU-Schweinepreisen ergibt sich daraus ein beachtlicher Wettbewerbsvorteil  für die Europäer.

Ein Hoffnungsschimmer bleibt der US-Schweinefleischverkauf nach Mexiko. Der mexikanische Bedarf resultiert aus den dortigen Verlusten an Ferkel durch die Ferkelseuche PEDv.

Sollte die Ferkelseuche in den USA weniger dramatisch verlaufen als im Vorjahr ist mit einem erheblichen Angebotsdruck zu rechnen. Die US- Schweinebestände sind nach der Inventur zum Stichtag 1. Dez. 2014 um 4 bis 5 %  höher ausgefallen. Die im Sommer 2014 gestiegenen Schlachtgewichte bleiben weiterhin hoch. Die Kombination hoher Stückzahlen mit anhaltend Mastendgewichten wird zu einem starken Anstieg der Schweinefleischmengen führen. Das dürfte auf die Preise drücken.

Allerdings muss dazu erst noch die kalte Jahreszeit mit der besonderen Gefährdung durch die Ferkelseuche überstanden werden. Schwerpunktmäßig sind es die Monate Febr. und März. die entscheidenden Einfluss ausüben können.

Für das Jahr 2015 zeichnet sich ein scharfer Wettbewerb im globalen Schweinefleischhandel zwischen der EU und den USA ab.

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