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04.16
17:02

2016 weltweit weniger Schweinefleisch.

USDA: Weltweite Schweinefleischerzeugung geht 2016 zurück – EU-Exporte legen zu

In seinem halbjährlich erscheinenden Bericht zur Schweinefleischerzeugung auf Weltebene geht das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA davon aus, dass im Jahre 2016 die Erzeugung um 1 % bzw. rd. 1 Mio. t  sinkt. Der größte Anteil am Rückgang mit über 1,4 Mio. t wird in China erwartet. Als Gründe werden die unterdurchschnittlichen Einkommensverbesserungen und die zunehmenden Umweltauflagen für die Schweinehalter genannt.  Ausschlaggebend sind jedoch die in der Vergangenheit aus Rentabilitätsgründen um fast 20 % abgestockten  Sauenzahlen, deren Ferkel jetzt fehlen.

Im zweitgrößten Produktionsgebiet EU soll die Schweinefleischerzeugung um nur wenige 120.000 t  bzw. 0,5 % zurückgenommen werden.

In der drittgrößten Erzeugungsregion  USA geht man davon aus, dass die Schweinefleischmengen um 1,9 % bzw. rd. 200.000 t steigen werden. Geringfügige Steigerungen werden auch für Brasilien und Russland vorhergesagt.

Auf der Nachfrageseite soll der chinesische Schweinefleischverbrauch nur um rd. 1 Mio. t  nachgeben. Konsumsteigerungen werden dagegen für die USA, EU, Brasilien sowie in Russland vorhergesagt.

Der globale Schweinefleischexport 2016 wird um knapp eine halbe Mio. t zulegen.  Der Zuwachs soll fast ausschließlich der EU zugute kommen. Von den 7,6 Mio. t Welthandel sollen allein aus der EU 2,6 Mio. t geliefert werden und 2,36 Mio. t aus den USA. Hierbei handelt es sich um Schlachtgewicht- nicht Produktgewichtszahlen. Beide Länder zusammen bestreiten rd. zwei Drittel des Welthandels mit Schweinefleisch.  

Den Schätzungen des USDA zufolge wird China im Jahre 2016 rd. 1,3 Mio.t  Schweinefleisch importieren. Aber noch steht Japan mit einem Importvolumen von 1,35 Mio. t an 1. Stelle. Während die japanischen Importe seit Jahren stagnieren, hat China seine Einfuhrmengen in den letzten 5 Jahren verdoppelt.

Nach Hongkong sollen unveränderte 400.000 t geliefert werden. Südkorea steigert seine Einfuhrmengen auf 610.000 t. Dagegen gehen die Lieferungen in die Philippinen zurück.

Fast 80 % der chinesischen Einfuhren stammen mittlerweile aus der EU. Niedrige Ausgangspreise, ein vergleichsweise schwacher Eurokurs und günstige Überseefrachtraten verschaffen den Europäern Vorteile. Die Chinesen legen  Wert auf einen hohen Hygienestandard sowie Verzicht auf den Einsatz kritischer Wachstumsförderer. Dabei haben die Nordamerikaner USA und Kanada meistens das Nachsehen.

Allerdings sollte der Hinweis nicht fehlen, dass die Werthaltigkeit der Exporte nach China noch vergleichsweise gering ausfallen.

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