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Afrikanische Schweinepest - Einschleppungsgefahr wird größer

Erhöhte Wachsamkeit für Afrikanische Schweinepest (AKP)

Die in jüngerer Zeit sich häufenden Fälle afrikanischer Schweinepest in der Region um Moskau herum verstärkt angesichts des ständigen Grenzverkehrs die Befürchtung, dass das tödliche Schweinevirus zum ersten Mal auch in Deutschland auftreten könnte.

Der Landesagrarminister Till Backhaus hat die jüngsten Feststellungen von 366 nachgewiesenen Krankheitsausbrüchen und 12.000 positive Virusnachweine bei Einzeltieren in Russland zum Anlass genommen, intensivere Vorkehrungen zu treffen, damit die Seuche nicht nach Mecklenburg –Vorpommern eingeschleppt wird. Die neuesten Ausbrüche Ende Oktober 2013 im Raum Moskau sind ein deutliches Signal für erhöhte Aufmerksamkeit .

Im Falle einer perakuten Form der Krankheit treten hohes Fieber, Blaufärbung der Haut Hustenanfälle und Nasenblutungen auf. Innerhalb von 48 Stunden verstirbt das Tier. Die Mortalitätsrate liegt bei 100 %. Eine Impfung wie bei der klassischen Schweinepest ist nicht möglich.

Geimpfte Tiere haben nachweislich keine Antikörper mehr im Blut und sind höchst anfällig.

Im Falle einer akuten Form dauert der Ausbruch der einzelnen Symptome bis zu einer Woche. Dann sterben die Tiere innerhalb weniger Stunden ganz plötzlich, die Mortalitätsrate wird auf 90 % veranschlagt.

Die subakute bzw. chronische Form ist selten tödlich, geht aber einher mit erheblicher Leistungsbeeinträchtigung. Die Diagnose fällt schwer, weil Verwechslungen mit anderen Schweinekrankheiten wie z. B. Rotlauf gegeben sind.

Die Übertragung der Krankheit erfolgt direkt über den Tierkontakt, besonders über die Wildschweinebestände. Die Schwarzwildrotten wechseln häufig die Grenzen von Russland nach Polen bis nach Mecklenburg Vorpommern hinein. Auch andere Überträger kommen in Betracht. Ausscheidungen von befallen Tieren sind eine ständige Ansteckungsquelle. In Wurstwaren kann das Virus bis zu 6 Monate überdauern. Nicht sorgfältig entsorgte Fleischreste können daher zu einer tödlichen Ansteckungsquelle werden. Gerade bei den Grenzübergängen ist erhöhte Wachsamkeit geboten. Fernfahrer mit ihrer individuellen Eigenverpflegung sind eine besondere Zielgruppe, ebenso wie Urlauber mit ihren "Mitbringseln" aus betroffenen Gebieten.

Tierärzte, Jäger und Tierhalter werden verstärkt aufgefordert, mit hoher Wachsamkeit jedem Verdacht nachzugehen. Ansonsten droht eine verheerende Epidemie, mit der einzigen Lösung der sofortigen Keulung ganzer verdächtiger Bestände.

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