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08.15
15:57

ASP - Fall mit 60.000 toten Schweinen in Ukraine

Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in der Nähe von Kiew, Ukraine

Mehr als 60.000 Schweine mussten gekeult werden, als am 28. Juli 2015 endgültig feststand, dass in der 9. größten ukrainischen Schweinefarm „Kalita“ die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen war.  Der direkte Schaden wird auf 7 Mio. Dollar veranschlagt. Das Unternehmen ist gegen ASP nicht versichert, weil weder in- noch ausländische Versicherungsunternehmen bereit waren, das Risiko einzugehen.

Der Schaden für das Unternehmen geht jedoch noch weiter. Die Quarantänezeit für Zuchttiere erstreckt sich über ein ganzes Jahr, bevor wieder Tiere ausgestallt werden können. Das ASP-Virus ist sehr widerstandsfähig und läßt sich auch nach einem halben Jahr noch als infektiös nachweisen.

Für die ukrainische Wirtschaft vergrößert sich der Schaden dadurch, dass die florierenden Exporte von Schweinefleisch nach Russland seit Jahresbeginn jetzt  gesperrt werden. Die Ausfuhren nach Russland betreffen rd.  93 % der Ukrainischen Exporte.

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat ein 2 Mio. $ Programm aufgelegt, um mit verschiedenen Maßnahmen die Afrikanische Schweinepest zu bekämpfen. Allerdings werden Zweifel laut, dass die Maßnahmen ausreichen, um die Ansteckungs- und Übertragungsgefahren zu unterbinden.

Möglicherweise könnte auch der Getreideexport der Ukraine in Mitleidenschaft gezogen werden, meinte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums.

Die Gefahr einer ASP-Einschleppung nach Deutschland ist größer denn je.

Das Virus wird über Tierkontakte, infizierte Fleisch- und Wurstwaren sowie kontaminierte Kleidung, Werkzeuge und Fahrzeuge übertragen. Besonders betroffene Personen sind Urlauber, Gastjäger, Erntehelfer und LKW-Fahrer aus den infizierten Regionen. Besonders gefährdete Stellen sind Autobahnraststätten mit internationalem Verkehr.

Infizierte Schweine sterben in der Regel binnen zehn Tagen. Klinische Anzeichen sind hohes Fieber, Futterverweigerung, Atemprobleme, Durchfall, Blaufärbung der Haut, Festliegen und Aborte.

Einen Impfstoff gibt es nicht.

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